Nach dem Motto „Stärken stärken!“ sollen in einem Wettbewerb im
Rahmen der High-Tech- Strategie der Bundesregierung die leistungsfähigsten
Cluster aus Wissenschaft und Wirtschaft dabei unterstützt werden, ihre
internationale Anziehungskraft zu vergrößern und sich im internationalen
Wettbewerb in der Spitzengruppe zu etablieren. In zwei Wettbewerbsrunden werden
letztlich fünf Cluster ausgewählt, denen dann Forschungsmittel von
durchschnittlich 40 Mio. Euro zufließen sollen.
Unter den Finalisten ist MANUFUTURE©-BW e.V., ein vom VDMA Baden-Württemberg,
den Fraunhofer Instituten für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) und
Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), der Wirtschaftsförderung Region
Stuttgart, dem Kompetenznetzwerk Mechatronik BW e.V. und dem FZID der
Universität Hohenheim initiierter Verein.
MANUFUTURE©-BW e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, die weltweit führende Position
Baden-Württembergs in der Produktionstechnik weiter auszubauen. Dazu wurde ein
Projektantrag mit dem Titel „HiPerFacturing (High Performance Manufacturing) –
Wissen zu Wertschöpfung für nachhaltiges Produzieren“ eingereicht, der von einer
unabhängigen Jury als einer von zehn Anträgen für die zweite Runde ausgewählt
wurde.
Integration von Wissen in Produktionssysteme
Der Cluster hat das Ziel, eine neue Generation von Produktionssystemen, die
auf der Integration von Wissen in Maschinen und Systeme beruht, voranzutreiben
und damit die Führung in den Weltmärkten für Fabriken auszubauen. Die
Integration von Wissen in Systeme der Produktion ermöglicht Lerneffekte durch
maschinelles oder organisatorisch/methodisches Lernen und schafft eine neue
Generation von Fabriken mit hoher technischer Intelligenz. Die technische
Intelligenz wird durch hoch ausgebildete Mitarbeiter unterstützt, die ihr Wissen
aus einer dualen Ausbildung und durch E-Learning am Arbeitsplatz erhalten.
Mittels dieser Ansätze können Leistungssprünge in Bezug auf ökonomische,
ökologische und soziale Effizienz erreicht werden.
Lernfähige Maschinen und adaptive Systeme in der neuen
Produktionsarena
Ein Ergebnis der Forschungsaktivitäten sollen Lernfähige Maschinen für die
Fertigung sein. Lernfähige Maschinen sind Maschinen der nächsten Generation,
welche in der Lage sind, sich selbst zu optimieren, aus dem Monitoring und der
Prozessdiagnose Korrelationen zur Qualität abzuleiten und Abweichungen aus dem
dynamischen und thermischen Verhalten selbsttätig zu kompensieren. Maschinen,
die keine Fehler mehr machen, keine Abweichungen zulassen, und stets in den
beherrschbaren Prozessbereichen operieren, haben integrierte Simulatoren (Look
ahead). Mittels dieses Ansatzes soll eine hohe Leistungssteigerung bezüglich der
Qualitäten, Zeiten und Kosten erreicht werden.
Derartig lernfähige Maschinen und anpassungsfähige (adaptive) Systeme sollen
dann in einem Demonstrations- und Transferzentrum, der neuen Produktionsarena,
auf dem Gelände der Neuen Messe Stuttgart installiert werden.
Partner des Clusters und konkrete Verbundprojekte
An dem Projekt beteiligt sind rund 60 Unternehmen aus den Bereichen
Werkzeugmaschinen, Präzisionswerkzeuge, Antriebstechnik, Holzbearbeitung,
Robotik und Automation, Automatisierungstechnik, Kunststoffmaschinen, Software,
Fahrzeuge sowie Dienstleistungen für den Maschinenbau. Partner aus dem
Forschungsbereich sind die Hochschulen Esslingen, Hohenheim, Karlsruhe und
Stuttgart mit zahlreichen angeschlossenen Instituten.
In einer Veranstaltung auf der Neuen Messe Stuttgart wurden den über 80
anwesenden Geschäftsführern, Vertretern aus den Ministerien und von
Universitäten 28 konkrete Verbundprojekte des Clusters mit einem Gesamtvolumen
von 80 Millionen Euro vorgestellt.
Weitere Informationen finden Sie unter www.manufuture-bw.de.